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SPD schließt Korol aus
19.09.2013


Liebe Mitbürgerin, lieber Mitbürger,

am 23.8.13 schloss mich die SPD aus ihren Reihen aus. Das fand ich weder sachlich angemessen noch politisch klug, nur schade.

Sie als Bürgerin und Bürger und mich als Ihren Abgeordneten in der Bremischen Bürgerschaft eint weiterhin die Sorge um unser Bremen.

Ich folge weiterhin unverdrossen meinen Idealen und setze mich nach Kräften dafür ein, ideenreich das Leben und die Lage der Menschen in dieser Stadt und in diesem Bundesland zu verbessern.

Darüber werde ich Sie auf meiner Homepage informieren.

Kommen Sie doch einmal in eine Plenarsitzung der Bürgerschaft oder in eine der Deputationssitzungen; beides findet öffentlich statt.

Bleiben Sie mir treu!

Herzlich grüßt

Ihr Martin Korol



Liebe Genossin in der SPD, lieber Genosse,

die Bundesschiedskommission schloss mich am 23.8.13 aus der Partei aus. Am 9.9. verkündete der Landesgeschäftsführer der Bremer SPD, Roland Pahl, den Journalisten, 1. dass ich aus der Partei ausgeschlossen worden sei und 2. dass ein Verfahren vor einem Gericht nur den formalen Ablauf des Parteiausschlusses zum Gegenstand haben könne. Erst am 10.9. erhielt mein Rechtsbeistand in dieser Sache, der Genosse Dr. Rudolf Monnerjahn, den Bescheid der Bundesschiedskommission zugestellt.

Rudolf Monnerjahn wird sich demnächst zum Inhalt des Beschlusses der Bundesschiedskommission und zur Art und Weise seiner Bekanntgabe äußern. Ich jedenfalls finde beides, laienhaft gesagt, nur daneben, geradezu entwürdigend. Beides war, aus meiner, gewiss beschränkten Sicht, eine Demonstration der Macht. Mehr nicht.

Meine Fehlleistungen und meinen Anteil an dem Eklat habe ich immer wieder beschrieben – ich selber setze ihn mit 5% an – und dafür um Entschuldigung gebeten. Die Partei würdigte das nicht, sondern wertete das nur nach dem Motto: „Seht nur, er sagt es ja selber!“ So selektiv hatte sie schon meine Texte zur Kenntnis genommen.

Sei’s drum. Der Parteiausschluss trennt mich von Euch. Er nötigt uns, ob wir das wollen oder nicht, dazu, unsere gegenseitige Beziehung neu zu definieren. Ich möchte mit dieser veränderten Lage, zumal wenn wir uns begegnen, souverän umgehen, redlich und locker. Ich hoffe sehr, dass mir das gelingt.

Zur Erinnerung: Mit Hinweis darauf, meine Texte auf der Homepage seien „rassistisch“ und „frauenfeindlich“, forderte mich am 2.3.13 der Erweiterte Vorstand des OV Findorff zum Verlassen der Bürgerschaft und der Partei auf. Mit der gleichen Begründung schlossen mich am 9.3. die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) und am 8.4. die Fraktion der SPD in der Bürgerschaft aus ihren Reihen aus. Wegen „Unruhe in der Gemeinde“ stellte mich am 19.3. meine Kirche von meiner Tätigkeit als Messdiener in der Kirche St. Josef frei. Ohne jegliche Begründung teilte mir am 1.4. die Gruppe, die den Ökumenischen Gottesdienst am 1. Mai 2013 in der Kirche St. Johann vorbereitete, telefonisch mit, dass mein Mitwirken daran nicht mehr erwünscht sei.

Seitdem begegnete man sich immer wieder. In Bremen sieht man sich eben, wie es so schön heißt, immer zwei Mal. Ich konnte dabei üben, wie ich Dir nach meinem Parteiausschluss künftig begegnen könnte.

Verbindende Momente unseres Lebens und unserer Tätigkeiten werden vielfach stärker bleiben als die Trennung durch meinen Ausschluss aus der Partei.

Wer z.B. in Findorff wohnt, wird mir dort mit großer Wahrscheinlichkeit immer wieder begegnen, und uns verbindet weiterhin das gemeinsame Interesse, unser Findorff lebens- und liebenswert zu gestalten. Wer mit mir zusammen im Arbeitskreis „Christen in der SPD“ oder in der Arbeitsgemeinschaft „SPD 60+“ zusammenarbeitete, mit dem bleibe ich verbunden durch unseren gemeinsamen Einsatz für das Christentum resp. durch die Zugehörigkeit zum fortgeschrittenen Alter und die politische Arbeit zugunsten aller Seniorinnen und Senioren.

Wird uns das gelingen? Ich würde mir das wünschen.

Alles Gute für Dich.

Herzliche Grüße

Dein Ex-Genosse Martin




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