Wir, Ortsamtsleiterin, von Gottes Gnaden
27.06.2018

Über die Beiratssitzung Walle am 14.6.2018

[mehr]

Artikel bis Februar 2013
24.02.2017

Meine erste Homepage ging am 21.02.2011 online. Ich schaltete sie am 24.02.2013 ab. Der Grund:...

[mehr]


Zu viel Zucker
27.07.2011


Ich bin 66, 173 cm groß und wiege 84 kg. Ich bin zu dick, eindeutig. Mein Idealgewicht wäre 66 kg, berechnet nach der alten Formel von Lorentz. Von der Größe in Zentimetern zieht man 100 ab, davon werden dann noch 10 Prozent abgezogen. Da geht es mir wie Millionen:

Fast zwei Drittel der Männer in der Bundesrepublik sind übergewichtig oder sogar fettleibig und etwa die Hälfte aller Frauen. Sogar bei den Kindern hat sich die Zahl der Fettleibigen seit den 90er-Jahren verdoppelt. Die Gefahr von Herz- und Kreislauferkrankungen steigt in der Folge“, schreibt Annette Dowideit in der „Welt am Sonntag“ vom 17.07.2011. Ich will nicht so schnell sterben. Nun gut, ich bewege mich zu wenig und esse zu viel, womöglich sogar das Falsche. Das muss ich ändern. Nein, ich falle nicht auf die Werbung rein, ich kaufe keine Nahrungsmittel, die angeblich gesund machen: Cholesterin senkende Margarine, mit Vitamin C versetzter Saft, probiotischen Joghurt und Omega-3-Brot oder Frühstückseier mit zugesetzten Molekülketten aus dem Reformhaus. Diese sog. „funktionellen Nahrungsmittel“ dienen der Industrie zur Umsatzsteigerung gerade bei uns Älteren und sind eher schädlich als gesund. Ich gehe zurück zum Einfachen: So esse ich mehr Müsli statt Kuchen und Joghurt statt Schokolade. Seit Monaten tue ich das. Aber, seltsam, ich werde nicht schlanker. Ja, sagt meine Frau, kann ja auch nicht! Das bisschen Radfahren bringt wenig und schau Dir mal Dein Müsli und Deinen Joghurt genauer an. Wie viel Zucker ist denn da drin? „Wie bitte?!“, sage ich, „Zucker im Joghurt?! Zucker im Müsli?!“ „“Na klar“, sagt meine Frau, „schau mal auf die Liste der Inhaltsstoffe, dann weißt Du mehr.“

Gesagt, getan. Ich machte mich schlau: schaute, notierte, schrieb an REWE und an die Verbraucherzentrale und weiß nun Bescheid. Hier das Ergebnis, zuerst das der untersuchten Joghurts: 7 Joghurts, gekauft bei REWE am 22.7.2011. Der Zuckergehalt in g pro 100 Gramm betrug: Der große Bauer: 12,1; Ehrmann Almighurt: „Ja“ (ohne Werteangabe); Ehrmann Fit Vital: 7,0; Lünebest Haselnuss: k.A.; Müller Knüller: k.A. und die Hausmarke „JA“: „Ja“ (ohne Werteangabe).

Und die Zuckerwerte beim Müsli? Kurrz gesagt: zwischen 15 und 25 g auf 100 g selbst bei renommierten (und teuren) Markenprodukten!

Ich war schockiert. Zum einen über die hohen Werte an Zucker in Produkten, die wir eher für Schlankmacher als für Dickmacher halten, es aber nicht sind – im Gegenteil. Und zum zweiten darüber, dass in Deutschland keine Pflicht besteht, den Zuckergehalt von Lebensmitteln auf der Packung anzugeben.

Was tun dagegen? Mehr Bewegung, weniger essen & trinken, zumal von der Industrie aufbereitete Lebensmittel, und darauf dringen, dass die Hersteller von Lebensmitteln den Zuckergehalt angeben müssen. Leben wie ein Mönch, das wär’s! Vielleicht werde ich auf meine alten Tage doch noch einmal rank und schlank! Wie einst im Mai.

 




<- Zurück zu: Aktuelles