Wir, Ortsamtsleiterin, von Gottes Gnaden
27.06.2018

Über die Beiratssitzung Walle am 14.6.2018

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Artikel bis Februar 2013
24.02.2017

Meine erste Homepage ging am 21.02.2011 online. Ich schaltete sie am 24.02.2013 ab. Der Grund:...

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Kommentar: Dr. Jürgen Hartwig Honorarprofessor an die Hochschule Bremen
23.12.2011

Zu den beiden Artikeln „Ehrentitel für Dr. Hartwig? Der nach dem Fall Kevin suspendierte Leiter des Amtes für Soziale Dienste, Jürgen Hartwig, ist als Honorarprofessor der Hochschule im Gespräch. Die Studierenden protestieren“ von Jan Zier. Taz Bremen, 22.XII.2011; bzw. „Streit um Professur für Ex-Jugendamtsleiter Hochschul-Studenten sind empört: Jürgen Hartwig war mitverantwortlich für Missstände in der Sozialen Arbeit“. von Arno Schupp. WK/BN, 23.XII.2011.


Dr. Jürgen Hartwig soll einen ehrenamtlichen Posten an der Hochschule bekommen. Ich bin dafür. Er wurde in einem Disziplinarverfahren entlastet und Bremen würde einen teuren Spaziergänger und Kostgänger sinnvoll beschäftigen. Hartwig könnte nun wirklich die Studentenschaft, immerhin unsere künftige Führungsklasse, über teure, ineffiziente und erfolgsschädliche Strukturen im Öffentlichen Dienst aufklären, aber auch aufzeigen, ob und was sich inzwischen zu Gunsten der Klienten unseres 750 Millionen Euro teuren Sozialsystems geändert hat. Der AStA der Hochschule gutmenschelt dagegen. Ich finde, er sollte sich auf seine genuinen Aufgaben konzentrieren. So könnte er ja mal und das ein bisschen radikal der Frage nachgehen, wieso trotz massiver finanzieller Unterstützung durch Land, Bund und Sponsoren jeder dritte Student an Universität und Hochschule sein Studium abbricht, von den Studenten mit Migrationshintergrund ist es gar jeder zweite. Das biografisch, familiär und volkswirtschaftlich und für den Geist eine Katastrophe. Dagegen zu kämpfen hieße dicke Bretter bohren. Das wäre anstrengend und kaum eine Möglichkeit, sich Freunde zu machen, aber es wäre weit lohnenswerter als reflexhaft zu moralisieren. Bei der Gelegenheit erlaube ich mir die Frage, wie hoch die Wahlbeteiligung der Studentinnen und Studenten der Hochschule bei den letzten Gremienwahlen war: über oder unter 5 %?! Allemal war es man gerade ein Zehntel der – an sich schon zu geringen – Beteiligung der Bürger an den Parlamentswahlen. Das ist die Katastrophe Nr. 2, die für unsere Demokratie.




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