Wir, Ortsamtsleiterin, von Gottes Gnaden
27.06.2018

Über die Beiratssitzung Walle am 14.6.2018

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Artikel bis Februar 2013
24.02.2017

Meine erste Homepage ging am 21.02.2011 online. Ich schaltete sie am 24.02.2013 ab. Der Grund:...

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Kommentar zu: „Pastoren wollen nicht nur vom Himmel erzählen“
26.12.2011

WK/BN, 24.12.2011: „Pastoren wollen nicht nur vom Himmel erzählen“ von Anne-Christin Klare und Thomas Joppig.


Frau Klaus (34) ist evangelische Pastorin. Sie möchte, sagt sie im Interview, „Gottesdienste frei von Floskeln“ vom Typ „Die Gnade Gottes sei mit dir“ oder „Der Heiland ist für deine Sünden gestorben“ oder „Ich verkündige euch heute große Freud“. Ihre Begründung: „Niemand spricht heute noch so und man versteht es kaum noch.“ Tja, hier zeigt sich die geistige Verarmung Bremens in der Folge eines Schulsystems, in dem Religionsunterricht keinen Platz mehr hat. Das nimmt Frau Pastorin fatalistisch hin. Warum protestiert sie nicht gegen Unbildung und Kulturverfall? Wir wissen es nicht. Statt dessen schraubt sie das Niveau radikal herunter und versucht, „den Menschen an Weihnachten näher zu bringen, dass es etwas Größeres gibt, in dem unser Leben aufgefangen ist.“ Auf die Frage der Journalisten: „Meinen Sie Gott?“, sagt sie: „Das kann man 'Gott' nennen, muss man aber nicht.“ Ist Frau Klaus Christin? Ist sie nur esoterisch angehaucht, ökumenisch orientiert, ist sie Buddhistin oder verkündet sie einfach ihre ganz private Meinung über Gott und die Welt? Ich komme ins Grübeln. Die Weihnachtsgeschichte ist für sie „eher wie ein schönes Märchen zu verstehen, wie 'Sterntaler' vielleicht.“ Ich liebe Märchen, aber die liest meine Mutter gewiss ebenso gut vor wie Frau Pastorin, die offenbar selber nicht viel von ihrem Gottesdienst hält. Sie lädt die Menschen in die Kirche mit den Worten: „Kommen Sie ruhig. Es kann nicht schaden.“
Diese Einstellung zu Religion und Kirche ist üblich geworden, ist Mainstream, missionarisch gepflegt von den GRÜNEN und meiner SPD. Religion wird reduziert auf Gutmenschentum. Mit christlicher Kirche hat das nur noch am Rande zu tun. Diese junge Pastorin verschleudert das Erbe der Reformation im 1-Euro-Cent-Shop. Das Problem ist nur: Was nichts kostet, ist nichts wert. Diese Art von Kirche können die Menschen nicht wertschätzen, selbst wenn sie es wollten. So wird aus der Volkskirche eine Subkultur mit Angeboten ohne große Nachfrage. Wir haben mittlerweile in Deutschland erstmals seit der Reformation wieder weniger Protestanten als Katholiken. Ist es zu Ende mit der Kirche? Dieser Gedanke bereitet Menschen wie mir schlaflose Nächte.




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