Wir, Ortsamtsleiterin, von Gottes Gnaden
27.06.2018

Über die Beiratssitzung Walle am 14.6.2018

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Artikel bis Februar 2013
24.02.2017

Meine erste Homepage ging am 21.02.2011 online. Ich schaltete sie am 24.02.2013 ab. Der Grund:...

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Eine zukünftige Landesvorsitzende als Querdenkerin!
21.01.2012


Mutig, mutig! Eine zukünftige Landesvorsitzende als Querdenkerin!

Frau Dr. Mohr-Lüllmann ist die designierte Landesvorsitzende der Bremer CDU. Gestern hat sie sich gegen einen Mindestlohn ausgesprochen. Sie wird dafür ihre guten Gründe haben. Allerdings ist die Mehrheit in ihrer Partei in diesem Punkt nicht ihrer Meinung, weder in Bremen noch auf Bundesebene. Selbst Frau Merkel befürwortet einen Mindestlohn, wie er in manchen Branchen schon üblich ist. Meine Partei tut das, meine Gewerkschaft tut das, meine katholische Arbeitnehmerbewegung tut das und ich auch .

Ich staune.

Frau Dr. Mohr-Lüllmann ist eine kluge Frau, umgeben von erfahrenen Parteifreunden. Normalerweise wollen unsere Politikerinnen und Politiker als das Sprachrohr der Mehrheit gelten, denn zuallererst geht es in der Politik um die Macht. Das ist ihr Wesen. Macht hat man nur, wenn man Mehrheiten hinter sich hat. Inhalte interessieren nur insoweit, als dass sie sich dafür eignen, Macht zu bekommen oder zu erhalten. Sie interessieren nur für den jeweiligen Moment. Ansonsten kümmern sich darum die Fachreferenten der Partei und der Fraktion und die Fachbeamten.

Eine Minderheitsposition zu vertreten ist so außergewöhnlich wie mutig. Frau Dr. Mohr-Lüllmann handelt ganz im Sinne der Aufklärung, deren Motto ist: „Wage zu denken!“

Allein, außergewöhnlich und mutig zu sein ist in der Politik fahrlässig oder sogar ein Garant für Misserfolg. Andererseits möchte ich noch einmal träumen und stelle mir vor , wir hätten mehr Politikerinnen und Politiker, die sich mutig in die Tradition der Aufklärung stellen, anstatt unauffällig und untätig mit dem Strom zu schwimmen in der Hoffnung auf diesem Posten und jene Pfründe. Das wäre langfristig gedacht, „nachhaltig“ heißt das heute.. Nur so ließe sich das Image von Politik verbessern, nur so würden nicht weiterhin Hunderte und Tausende Bürgerinnen und Bürger ihre Partei verlassen und den Wahllokalen fernbleiben.




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