Wir, Ortsamtsleiterin, von Gottes Gnaden
27.06.2018

Über die Beiratssitzung Walle am 14.6.2018

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Artikel bis Februar 2013
24.02.2017

Meine erste Homepage ging am 21.02.2011 online. Ich schaltete sie am 24.02.2013 ab. Der Grund:...

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Wer regiert künftig den UB Bremen-Stadt?
27.02.2012


Am 17. März 2012 findet ein Unterbezirks-(UB-)Parteitag statt, auf dem der bisherige UB-Vorsitzende Angelo Caragiuli bestätigt oder durch eine andere Genossin oder einen anderen Genossen ersetzt wird. Ihren Hut in den Ring geworfen hat die Genossin Uta Kummer. Vielleicht gibt es noch weitere Kandidatinnen, aber das ist eher unwahrscheinlich. Das Geschäft läuft normalerweise so, dass die bestimmenden Kreise der Partei die Puppen tanzen lassen. Das ist mit der Nominierung von Uta erfolgt. Kaum jemand hat den Mut, sich selber für einen solchen Posten zu melden oder eine Genossin oder einen Genossen, die bzw. den er geeignet hält, dafür vorzuschlagen. Es wäre auch ein ziemlich aussichtsloses Unterfangen und harte Arbeit obendrein, müsste man sich doch nicht nur auf zwei zentralen Veranstaltungen vorstellen, sondern durch ziemlich viele Ortsvereine tingeln.

Ich kenne Angelo recht gut, Uta weniger. Angelo ist seit April 2009 im Amt. Er setzte sich seinerzeit gegenüber den Genossen Gerd Markus und Rolf Prigge durch. Ich hatte ihn nicht gewählt, aber ich akzeptierte seine Wahl ohne Bedenken. Ich finde seine Arbeit gut.

Er steht einem Unterbezirk und dessen Vorstand vor. Den soll er leiten, aber ohne dessen Mitarbeit kann er nichts erreichen. Nun wirft man ihm vor, er sei „inaktiv“. Den Vorwurf finde ich erstaunlich. Ich jedenfalls habe ich ihn nie „inaktiv“ erlebt, sondern just das Gegenteil: Er ist angenehm im Umgang, gebildet, klug und witzig, rührig, ideenreich, er kann zuhören, ist geduldig, ist innovativ tätig und ungemein fleißig. Mir scheint es eher so zu sein, dass Angelo von all den Mitarbeitern, die ihn da umgeben, der aktivste ist. Womöglich ist er einigen zu aktiv!

Uta war bis vor einem Jahr Abgeordnete der bremischen Bürgerschaft. Sie arbeitet jetzt bei einer der vielen staatlichen Gesellschaften, bei „Immobilien Bremen“ (Versorgungsposten?!) Sie ist Vorsitzende des SPD-Ortsvereins „Peterswerder“. Das ist der Ortsverein, dem u.a. der Landesvorsitzende, seine Frau und Carsten Sieling, seine Frau als Beiratssprecherin, Rolf Prigge, Evi Lemke-Schulte und viele andere prominente Parteimitglieder angehören. Ein sehr mächtiger Ortsverein also!

Es geht um viel Einfluss und Macht und um Positionen zur bremischen Politik und zur Rolle des Unterbezirks in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Am kommenden Samstag, 3.März 2012, 10 Uhr, und am Mittwoch, 7. März, 19 Uhr, werden Uta und Angelo sich im Konsul-Hackfeld-Haus den Fragen der Genossinnen und Genossen zur Politik in Bremen stellen.

Ich hätte viele Fragen an beide Kandidaten. Ich nehme einmal ein Gebiet heraus, das mich seit Jahren interessiert und mittlerweile viele Bürgerinnen und Bürger auch: Die Rolle des Öffentlichen Dienstes in Bremen (ÖDB).

So erschien am 25.2.2012 erschien folgender Leserbrief in WK(BN

LESERBRIEF Zum Thema "Streit um Beförderungen":

Im Rahmen, bitte! Also, wenn Frau Linnert das Sagen haben will, wie dem Artikel "Linnert will das Sagen haben" zu entnehmen ist, dann möge sie doch zunächst ihren Mitarbeitern sagen, dass es beschämend ist, nicht "auf Knopfdruck" (oder gerne ein paar Minuten später) eine Statistik zu bekommen, die auflistet, wie viele Abrechnungen monatlich für die Besoldungsgruppen A15, A16, B1 und folgende erstellt werden, mithin, wie viele Mitarbeiter es in diesen Besoldungsgruppen gibt. Jeder leitende Mitarbeiter in einem Personalbüro eines Unternehmens, der von seinem Chef nach der Verteilung in den Lohngruppen gefragt würde und die Antwort nicht beibringen kann, sollte schon eine gute Ausrede parat haben. Sind bei der senatorischen Dienststelle oder bei Performa etwa keine Mitarbeiter vorhanden, die die Kriterien an "B2" erfüllen - "besonders eigenständig" - zu arbeiten? So was steht in jeder Stellenbeschreibung für Positionen, die besser als 2500 Euro dotiert sind. Noch eine Anmerkung: Wer gut ist und sein Metier beherrscht, soll ruhig A15 und höher, gerne auch die B-Stufe, erhalten: Aber seine Pension sollte nicht bei 4000 Euro aufwärts liegen!

JOACHIM LEEFMANN, BREMEN.


© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Verdener Nachrichten Seite: 15 Datum: 25.02.2012


Ich finde, Herr Leefmann trifft einen wichtigen Punkt unserer Politik in Bremen: Passend zu seinem Leserbrief hätte ich nun einige Fragen an Uta Kummer und Angelo Caragiuli:

  1. Im Zeitalter des Computers ist es eine Kleinigkeit für eine Personalabteilung, in kürzester Zeit herauszufinden, wer sich in welcher Besoldungsgruppe befindet, wie viel Geld er monatlich bekommt und welche Einsparungen bzw. mehr Aufwendungen der Arbeitgeber hätte, wenn es in diesem Bereich Veränderungen geben würde. Im ÖDB ist das unmöglich. Hast Du dafür eine Erklärung?

  2. Für wie dringend hältst du den Handlungsbedarf an dieser Stelle? Was forderst Du?

  3. Je höher die Position und je besser die Bezahlung im ÖDB ist, desto größer müsste die Verantwortung sein. Hältst zu diesen Satz für richtig? Welche Leistungsmessung gibt es im ÖDB? In welchen Ressorts bzw. in welchen Bereichen des bremischen Öffentlichen Dienstes hatte in der Vergangenheit eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter die Konsequenzen dafür zu tragen, dass die Dienstleistung, die sie/er oder die ihre/seine Abteilung zu erbringen hatte, den Anforderungen nicht entsprach?

  4. Wer bestimmt lt. Verfassung und in Wirklichkeit in Bremen darüber, wo Planstellen eingerichtet werden müssen und wie sie besetzt werden?

  5. Wie transparent auch für die Bürgerin und den Bürger ist dieses Verfahren? Wie könnte es transparenter und demokratischer gestaltet werden?

  6. Ist eine Auflösung des Beamtentums und sind die Privilegien im bremischen öffentlichen Dienst für Dich tabu? Gibt es für Dich Höchstgrenzen in der Besoldung für Aktive und Ruheständler?




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