Wir, Ortsamtsleiterin, von Gottes Gnaden
27.06.2018

Über die Beiratssitzung Walle am 14.6.2018

[mehr]

Artikel bis Februar 2013
24.02.2017

Meine erste Homepage ging am 21.02.2011 online. Ich schaltete sie am 24.02.2013 ab. Der Grund:...

[mehr]


Hilfe für Intersexuelle
11.03.2012


Unter den Titel „Selbstbestimmung: Intersexuelle alleingelassen“, meldete die taz Bremen in einem Artikel von Eiken Bruhn am 6.3.2012:

Die Grünen fordern den Senat dazu auf, sich für Menschen einzusetzen, die sich weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuordnen lassen.

Ich finde es generell gut und schön, sich für diejenigen Menschen und Randgruppen einzusetzen, die bisher nicht wahrgenommen, benachteiligt, diskriminiert oder im Faschismus ermordet wurden. Das ist kein heikles Thema mehr und passt zum Mainstream sozialdemokratischer Politik, von der alle seriösen Parteien geprägt sind. Das zu thematisieren lag in der Luft und erfordert keinen Mut. Da merke ich schon mal auf. Und dann, natürlich, wird nach mehr Staatsknete für diese Opfer der Natur oder der Gesellschaft gerufen. Auch das ist in, aber gleichzeitig über die zu hohe Staatsaverschuldung schwadronieren, das passt eigentlich nicht zusammen. Egal. Ich fürchte eben nur, dass sich da gerne Politiker der Menschen in Not bedienen, um sich selbst zu profilieren und bedienen. Darin sind einige meiner Genossinnen und Genossen gut und geübt, nur übertroffen von einigen Grünen. Verlogen wie meine heilige Mutter Kirche. Also, bitte nicht übertreiben mit der deutschen Fürsorge!

Nun mal ein etwas anderer Blick in diese Welt der Täter und Opfer! Was ist denn wohl die größte Gruppe, die am wenigsten Aufmerksamkeit und Zuwendungen bekommt? Jawohl, das sind wir Männer 60 +. Ohne uns bräche der Laden zusammen. Wir kümmern uns um alles in Familie, Verein und Politik, aber in welcher Begegnungsstätte, in welchem Altersheim gibt es denn einen Billardtisch, einen Fußballkicker und eine Dart-Scheibe? In Bremen in keiner. Die Frauen sind im Focus und denen genügt ein Kännchen Kaffee mit einem Stück Kuchen dabei, um mit anderen Frauen über das Leben und die allfälligen Krankheiten zu reden. Anderes Beispiel: 40% der SPD-Mitglieder sind Männer 60 +. Wie viele von uns sitzen in der Bremischen Bürgerschaft? Keiner.

Also, nun macht mal halblang, Ihr sanften Empörer. So wie die Nazis nicht müde wurden, ihrem Feindbild ständig neue Gruppen und Personen hinzuzufügen, so entdeckt Ihr ständig neue Gruppen, derer Ihr Euch annehmt, weil sie Hilfe brauchen und weil mit ihnen gut anzuklagen ist. Ich habe keine Sorge, dass Euch demnächst die Klientel ausgeht. Man kann Hilfsbedürftige täglich neu entdecken, denn die Welt ist voll davon, notfalls aber auch gruppenweise konstruieren oder gar erfinden. Dieses Denken und Argumentieren in Gruppen ist mir höchst verdächtig, weil es so feindbildanfällig wie gruppenorientiert ist. Mich jedenfalls interessiert der einzelne Mensch und die Frage: Was kann er für sich tun, was ich für ihn, was wer für ihn? Dann streite ich gerne für ihn mit, an Eurer Seite.




<- Zurück zu: Aktuelles