Wir, Ortsamtsleiterin, von Gottes Gnaden
27.06.2018

Über die Beiratssitzung Walle am 14.6.2018

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Artikel bis Februar 2013
24.02.2017

Meine erste Homepage ging am 21.02.2011 online. Ich schaltete sie am 24.02.2013 ab. Der Grund:...

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Studienabbrecher an Bremens Hochschulen
31.05.2012


„In Bremen erreichen deutlich weniger Studenten einen Abschluss als im Bundesdurchschnitt“, meldete WK/BN am 23. Mai 2012. 67,9 Prozent der Studienanfänger in Bremen 2002 haben ihr Studium acht Jahre später nicht abgeschlossen. Das ist faktisch jeder dritte. Erhellend wäre es zu erfahren, wie dieses Scheitern getrennt nach Geschlecht, geographischer und sozialer Herkunft, Einstiegsalter, Familienstand und Art und Ort der erworbenen Hochschulreife aussieht. Wetten, dass unsere zahlreichen Gaststudentinnen aus Fernost, durchweg fleißig und hoch motiviert, ihr Studium zu 99% erfolgreich und in kürzester Zeit absolvieren?!

Wie sehen die Karriereverläufe der im Studium gescheiterten Menschen aus? Gibt es dazu Erhebungen? Ich ahne da manches. Als ich 1966 Abitur machte, war ich der älteste Schüler Bremens – zwei Mal sitzengeblieben und dann durch die Abiturprüfung gefallen! Im Studium machte ich jede Abschlussprüfung zwei Mal, aber immerhin war ich da schon gelernter Pfleger und von daher abgesichert. Für meine Dissertation brauchte ich 25 Jahre, aber da ich hatte einen ordentlichen Beruf und machte das nebenher. Nachts.

Jedes Scheitern und eben auch das im Studium bedeutet einen Sturz und zieht eine seelische, existentielle, biografische und familiäre Krise oder gar eine Katastrophe nach sich, nur schwer zu beheben. Auch wirtschaftlich ist das heller Wahnsinn. Der Unterhalt einer Hochschule ist teuer, ihre Ressourcen sollten nicht vergeudet werden. Man unterschätze nicht, wie darunter der Ruf der Hochschulen und Ruf der Bremens leidet und der Geist, der in unserer Stadt weht.

Was läuft da schief, seit Jahrzehnten, und das ja nicht nur in Bremen, sondern bundesweit? Wer zeichnet dafür verantwortlich? Wer nahm das Problem wie und mit welchem Ergebnis auf den Haken? Wo sind denn, bitteschön, die im Artikel erwähnten Finanzmittel für Bremens Hochschulen geblieben, die seit 2007 deutlich erhöht wurden um „jährlich 7,5 Millionen Euro zusätzlich“?




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