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24.02.2017

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23.04.2015

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Unsozialer Wohnungsbau
13.07.2012


Nach 20 Jahren des Stillstands im Sozialen Wohnungsbau fällt der Politik und dem Bauressort urplötzlich auf, dass Bremen ganz dringend mehr Wohnraum braucht, den auch weniger gut Betuchte bezahlen können. Der gesamte Wohnungsbau hinkt hinter den erklärten Zielen her: 2012 werden nur 700 von ursprünglich geplanten 1400 neuen Wohnungen gebaut. Unser Bausenator will dabei nur etwas mehr als 200 neue Wohnungen einer Miet- und Einkommensbindung unterwerfen. Dazu drei Anmerkungen:

  1. Unsere Wohnungen werden immer teurer, weil die Energiekosten explodieren; weil Wärmedämmungsmaßnahmen viel Geld kosten, wobei sich jetzt herausstellt, dass viele Maßnahmen nicht nur unsinnig, sondern geradezu gefährlich sind; und weil die Verwaltungskosten von Wohnanlagen ständig steigen, obwohl die Qualität der Verwaltung bei 90 % der Verwaltungsgesellschaften dürftig bis skandalös ist. Viele Wohnanlagen in Bremen verfallen sichtbar. Merkwürdigerweise redete über diesen Punkt bisher niemand.

  2. Im Zusammenhang mit neu zu erstellenden Sozialbauten tauchen immer wieder die sattsam bekannten Namen von Wohnungsbaugesellschaften und Bauträgern auf. Bremer Filz?

  3. Just dieselben Wohnungsbaugesellschaften und Baufirmen, die heute Sozialen Wohnungsbau betreiben sollen, zerstörten auf Anordnung der Politik und des Bauressorts vor gerade mal zehn Jahren in Tenever 1.200 Wohnungen, die höchstens 30 Jahre alt waren. „Rückbau“ nannte man diese aus heutiger Sicht fragwürdigen Aktionen.

Es wird Zeit, dass sich unser demokratischer Sozial- und Rechtsstaat wieder seiner Verantwortung gegenüber den sozial schwachen Bürgerinnen/Bürgern stellt und für ausreichende Kontingente bezahlbarer Wohnungen sorgt.



Auch erschienen in:
- DURCHBLICK. Organ der Seniorenvertretung Bremen. Ausgabe Nr. 151. August 2012
- WK/BN, 12.8.




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